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RelativKritisch Selektion

12. Mrz 11

Japan – Das nukleare Beben

von Redaktion

Das Jahrhundertbeben vom 11. März ist in seinen Ausmassen längst nicht sichtbar. Japan, das sich mit den Bedrohungen der Erdtektonik weltweit bestens arrangiert zu haben schien, erleidet Zerstörungen und menschliches Leid in einer Dimension, die das Land seit dem Erdbeben von Kōbe 1995 nicht mehr kannte. Die technologisch hochgerüstete ökonomische Supermacht sieht sich angesichts der Erschütterungen seines Grunds und der massiven Überschwemmungen zwar nicht hilflos, aber verwundbar. Sind die konventionellen Schäden auch beherrschbar, wankt mit der wackelnden Erde umso mehr ein Mythos, der in Japans Gesellschaft breitem Konsens unterworfen war. Die aus dem Ruder laufenden nuklearen Reaktoren in der Anlage Fukushima werden nicht nur den Glauben an die Unverletzlichkeit der zivilen atomaren Doktrin in Japan erschüttern, sondern auch die globale Renaissance der Kernkraft.

Die weitere Polarisierung in dieser Frage entlastet alle Beteiligten jedoch nicht von den notwendigen Entscheidungen, wie in naher und mittlerer Zukunft unsere Energieversorgung gestaltet und mit dem radioaktiven Erbe des Fissionszeitalters umgegangen werden sollte. Katastrophismus ist dabei ebenso fehl am Platz wie blinde Affirmation. Der Konflikt um das Atom ist in die Mitte unserer Gesellschaften zurückgekehrt.

Top Aktuell

5. Jun 13

Albert Einstein – Der Physiker im Orbit

von Redaktion
Prof. Einstein zum Indianer-Häuptling ernannt! Diese Foto-Montage zeigt den berühmten Prof. Einstein, wie er als Indianer-Häuptling der Hopi-Indianer im grossen Schmuck aussehen wird.

Im Juni 2011 hatte RelativKritisch über die Schiffstaufe des ATV-4, des Automated Transfer Vehicle der ESA[1] auf den Namen „Albert Einstein“ berichtet. Einstein, die Pop-Ikone der Physik steht nun, montiert auf der Spitze einer Ariane 5 ES (Evolution Storable)[2] auf der Startrampe des europäischen Weltraumbahnhofs „Centre Spatial Guyanais“ bei Kourou in Französisch-Guayana[3]. Nach einigen Startverzögerungen wird das ATV-4 heute zur Internationalen Raumstation (ISS)[4] aufbrechen. mehr…

2. Jun 13

Wolfgang Engelhardt und sein Unsinn über das GPS und die SRT

von Redaktion
Wolfgang Engelhardt (2007)

Engelhardt-Unsinn, Folge 1: Ende April 2013 wandte sich Wolfgang Engelhardt mit der Anfrage an RelativKritisch, ob seine Widerlegung der Speziellen Relativitätstheorie (SRT) durch das „Global Positioning System“ (GPS) für unseren Blog von Interesse sei. Getreu unserem Leitbild, mit dem wir uns der ergebnisoffenen Aufklärung verpflichten, haben wir Wolfgang Engelhardt angeboten, seine angebliche Widerlegung als Gastbeitrag zu veröffentlichen. Sein Artikel „GPS und SRT“ ist am 26. Mai erschienen. Bei genauerer Betrachtung seiner Widerlegung offenbart sich aber rasch, dass sie nichts taugt und völlig aus der Luft gegriffen ist. mehr…

26. Mai 13

GPS und SRT

von Wolfgang Engelhardt
cngs150

Ein Gastbeitrag von Wolfgang Engelhardt – Das Neutrinoexperiment vom Herbst 2011 zwischen CERN und LNGS hatte den Nebeneffekt, dass die Aufmerksamkeit auf den unter Physikern lange verdrängten oder vergessenen Sagnac-Effekt gelenkt wurde. Im Jahre 1913 entdeckt, wurde der Effekt von Michelson und Gale 1925 dazu benützt, den Nachweis zu führen, dass die Lichtgeschwindigkeit auf der Erde nicht konstant, sondern anisotrop ist. Selbstverständlich bedeutete dies, dass die Maxwellgleichungen in der heute gelehrten Form auf der Erde nicht exakt gelten können, denn sie sagen mit c = const gleiche Laufzeiten voraus, wenn Licht eine Fläche rechts oder links herum umkreist. Aufgrund einer Interferenzstreifen-Verschiebung zwischen dem rechts- und dem linksläufigen Lichtstrahl konnten Michelson und Gale aber zeigen, dass die Lichtgeschwindigkeit von West nach Ost c – v und von Ost nach West c + v beträgt, wobei v die lokale Rotationsgeschwindigkeit der Erde bezeichnet. Für Sagnac war dies der Beweis dafür, dass die Erde den Äther, den Einstein 1920 wieder eingeführt hatte, nicht „mitnimmt“, sondern sich darunter „hindurchdreht“. mehr…

24. Mai 13

Albert Einstein – Errata zu seinen Publikationen

von Redaktion
Prof. Einstein zum Indianer-Häuptling ernannt! Diese Foto-Montage zeigt den berühmten Prof. Einstein, wie er als Indianer-Häuptling der Hopi-Indianer im grossen Schmuck aussehen wird.

Albert Einstein ist aufgrund seiner wissenschaftlichen Ausnahmestellung und seiner kulturellen Bedeutung als moderne Pop-Ikone ein bevorzugtes Ziel seiner Gegner. In der bewegten Geschichte von Einsteins Theoriefindung schlichen sich auch recht weltliche Fehler in die öffentlich rezipierbaren Quellen ein, die der geniale Physiker Einstein in die zeitgenössische Diskussion einbrachte und die bis heute im Original verfügbar sind. Im Umfeld von Einsteins Verlegern passierte handwerkliche oder editorische Fehler sind für den Wissenschaftshistoriker in der Regel marginal.[1] Für den ideologisch aufgeladenen Einstein-Gegner können dagegen selbst banale, technisch bedingte Druckfehler Anlass eines emotional sehr ausgeprägten Erlebnisses darstellen, das ihn in seiner individuellen Prädisposition verfestigt. Je nach persönlich ausgebildeter psychischer Stabilität wird der crank in solchen Unvollkommenheiten der verlegerischen Tätigkeit eher realistisch eine zu vernachlässigende Fussnote der Wissenschaftsgeschichte sehen können. Oder aber, in fortgeschrittener irrationaler Entwicklung, den veritablen Skandal einer selbst imaginierten Verschwörung der etablierten Wissenschaft vermuten. mehr…

10. Mai 13

Wolfgang Tomischko – Auf den Hund gekommen

von Redaktion
Portrait von Wolfgang Tomischko – Techniker am Institut für Analytische Chemie der Technischen Universität Wien

Am Wochenende vom 12. bis zum 14. April war Wien wieder einmal der Nabel der Esoterikwelt. In der Wiener Stadthalle gab es von der Aurafotografie bis zum esoterischen Zimmerbrunnen alles, was das Esoterikherz begehrte. Die österreichische Tageszeitung „Der Standard“[1], widmete im „Thema“ der Wochenendausgabe diesem Ereignis die ganze Seite 2. Ergänzt wurden Michael Simoners Beiträge durch eine interessante „Leserstimme“ auf Seite 34. Sie ist ein Musterbeispiel der unseriösen Propaganda für esoterischen Unfug. mehr…