Anfang August vor 65 Jahren fielen die ersten beiden Atombomben in einem kriegerischen Konflikt auf die japanischen Städte in Hiroshima und Nagasaki. Zwanzig Jahre ist der deutsche Einigungsvertrag alt. Beide deutsche Teilstaaten haben ihren „Weltfriedenstag“ und ihren „Antikriegstag“, den sie unabhängig am 1. September begingen, in die gemeinsame Republik eingebracht. mehr…
Blog-Teleskop #59
Florian Freistetters „Blog-Teleskop“ ist heute bei RelativKritisch zu Gast. Auch wenn wir uns die denkbar schwierigste Zeit dafür ausgesucht haben – die meisten Blogger befanden sich noch im verdienten Sommerurlaub – fassen wir die highlights der letzten zwei Wochen zusammen. mehr…
Alfred Jensch war ein deutscher Astronom und bis 1977 Chefkonstrukteur in der Entwicklungsabteilung für astronomische Geräte und Planetarien bei Carl Zeiss in Jena. Der gebürtige Schlesier hatte 1936 einen Versuchsaufbau zur Messung der Lichtgeschwindigkeit vorgeschlagen, der sich an Ole Rømers Methode orientierte, die Endlichkeit der Lichtgeschwindigkeit zu bestimmen. Jensch hatte die Messung der Variabilität des Sterns CY Aquarii ausdrücklich als „auch für Schulzwecke geeignet“ beschrieben und das Experiment wenig später selbst vorgeführt. mehr…
Neil Armstrong, der erste Mensch auf dem Mond, wurde am 5. August achtzig Jahre alt. Zu diesem Jubiläum sendete ServusTV aus dem Salzburger Hangar-7 einen weiteren medialen Appetithappen. Unter dem Thema „Neil Armstrong – Ein großer Schritt für die Menschheit!“ präsentierte der österreichische Privatsender mit Neil A. Armstrong und Alexej A. Leonow ein Gipfeltreffen der besonderen Art, das im deutschsprachigen Fernsehen eine absolute Premiere darstellte. mehr…
Barbara Burtscher ist eine junge Frau. Mit ihren 25 Jahren ist sie in der Schweiz jedoch bereits altbekannt. Frau Burtscher hat eine steile Karriere hinter sich. An der Kantonsschule Heerbrugg im Rheintal beobachtete und beschrieb sie den Kometen 153P/Ikeya-Zhang, was ihr ein Prädikat beim Wettbewerb „Schweizer Jugend forscht“ einbrachte. Barbara Burtscher durfte anschliessend ein Forschungspraktikum am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching absolvieren und im Jahr 2004 an der Physik-Nobelpreisträger-Tagung in Lindau teilnehmen. Nach dem Erwerb eines Bachelor in Physik an der Universität Zürich arbeitet Frau Burtscher in Teilzeit als Physiklehrerin an der Kanti Wattwil. Weiter ist sie Gründungsmitglied der „4Finance AG“ und Vorsitzende des „Schweizer Astronomietag Verein“. Nach einem medialen Höhenflug befindet sich die Schweizerin zur Zeit jedoch im freien Fall. mehr…
Der Internetkonzern Google hat angekündigt, seinen Street View Dienst jetzt auch in Deutschland anzubieten. Bis Ende des Jahres soll der Strassenpanorama-Dienst für 20 deutsche Städte zwischen München und Hamburg starten. Was in anderen Ländern relativ unproblematisch angelaufen ist, hat in Deutschland zu aufgeregten Reaktionen geführt. Am Widerspruch gegen Googles Absicht, auch aus Deutschland detaillierte Geoinformationen zu veröffentlichen, demonstriert sich die ganze Janusköpfigkeit der Interaktion zwischen Individuum und Gesellschaft. mehr…
Um Walter L. Wagner ist es ruhig geworden. Nachdem der Amerikaner vor einem US-Gericht, wie viele andere Beschwerdeführer und Petenten, mit seiner Klage zum Stopp des Large Hadron Colliders scheiterte, ist es aus mit den vorgeblichen Aktivitäten zur Rettung der Erde. Seine Kampagnesite wurde seit April 2009 nicht mehr aktualisiert und Wagner ist selbst in den Medien des LHC-Widerstands nicht mehr wahrnehmbar. Der streitbare Wagner, der sich bereits in ähnlicher Manier mit dem RHIC angelegt hatte, wurde zu seinem Abgang allerdings noch einmal auf Herz und Nieren geprüft. Die Diagnose war erschreckend. mehr…
Jörg Wipplinger – Blogger in Not
Jörg Wipplinger und sein Videoblog diewahrheit.at ist bei RelativKritisch schon seit Mitte 2009 wohlbekannt. Jetzt ist Jörg Wipplinger mit einem Interview des Balluch-Anwalts Stefan Traxler über den in Österreich sogenannten Tierschützer-Prozesses in die Abmahnfalle getappt (siehe dazu den Bericht im Standard). Wipplinger wurde unter Berufung auf das Österreichische Mediengesetz dazu gezwungen, das fragliche Video vom Blog zu entfernen, eine Gegendarstellung zu veröffentlichen und 5.000 Euro zu bezahlen. Auf Anraten seines Anwalts hat Wipplinger dem im Rahmen eines Vergleichs Folge geleistet, um noch höhere Kosten zu vermeiden. Jörg Wipplinger bittet nun um Spenden. mehr…
Herr der Schwarzen Löcher
Der Relativitätstheoretiker John Wheeler prägte 1967 auf einer Konferenz am NASA Goddard Institute of Space Studies ihren Namen: black holes. Als mathematische Singularitäten in den Gleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie von Karl Schwarzschild und Roy Patrick Kerr beschrieben, gewannen die kosmischen Gravitationsfallen mit ihrer Benennung Gestalt. Physikalische Realität erlangten die Schwerkraftmonster bereits durch die bahnbrechenden theoretischen Arbeiten von Julius Robert Oppenheimer und Hartland Snyder. Dennoch dauerte es, bis Maarten Schmidt, Donald Lynden-Bell und Martin Rees mit den Quasaren (quasi-stellar objects) astronomische Objekte beschrieben, in denen Schwarze Löcher als Motor ungekannter Helligkeitsausbrüche verantwortlich zeichnen. Andreas Müller, promovierter Physiker und wissenschaftlicher Koordinator im Exzellenzcluster „Origin and Structure of the Universe“ der Technischen Universität München hat in seiner bislang ersten Buchveröffentlichung die Geschichte und Physik dieser bizzaren und den gesunden Menschenverstand herausfordernden Entitäten unseres Universums nachgezeichnet. mehr…
Egbert Scheunemann – Der Bock als Gärtner
„Vom Urknall zum Durchknall – Die absurde Jagd nach der Weltformel“ titelt plakativ das im Frühjahr 2010 im Springer Verlag erschienene Buch des Münchner Physikers und Gymnasiallehrers OStR Dr. Alexander Unzicker. Dem frechen Stil des Erstlingswerkes verdankt Unzicker bereits einen Auftritt bei der TV-Diskussion Talk im Hangar 7. Immerhin mit Größen der Physik und Astronomie wie Prof. Dr. Heinz Oberhummer, Prof. Dr. Dieter B. Herrmann, Prof. Dr. Bernulf Kanitscheider und dem wohl bekanntesten noch lebenden Urgestein der Kritik am kosmologischen Standardmodell, Halton Arp. Jetzt hat sich auch „Spektrum der Wissenschaft“ des Buches angenommen und veröffentlicht in der Augustausgabe eine Rezension „Die theoretische Physik – kompletter Blödsinn?“. Doch hier soll nicht Unzicker und sein Buch das Thema sein, sondern der Rezensent Egbert Scheunemann. mehr…
