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alpinekat – Science Rap am Ring

von Redaktion am 22. Dezember 2010

Katherine McAlpine wurde im Sommer 2008 mit ihrem „Large Hadron Rap“ weltberühmt. In ihrem Song erklärte „alpinekat“ mit ihrer Gruppe unterhaltsam und wissenschaftlich korrekt alles über Quarks & Co., das Higgs, den „Big Bang“ und die Experimente am Large Hadron Collider in Genf. Die junge amerikanische Wissenschaftskommunikatorin brachte für dieses Projekt alle notwendigen Voraussetzungen mit. Mit einem doppelten Universitätsabschluss in Physik und Journalismus ist sie nicht nur als hippe Musikerin, sondern auch als Wissenschaftsjournalistin erfolgreich.

„alpinekat“ am ATLAS-Detektor, CERN

„alpinekat“ am ATLAS-Detektor, CERN

Der Lebenslauf von Kate McAlpine zeigt die Stringenz ihres Lebensentwurfs. Bereits während ihres letzten Studienjahrs arbeitete sie als engagierte Volontärin für das National Superconducting Cyclotron Laboratory. Nach ihrem Abschluss an der Michigan State University im Jahr 2007 erwarb sie sich erste Meriten als Wissenschaftsjournalistin für die American Physical Society. Im Auftrag des Fermi National Accelerator Laboratory wurde sie im Herbst 2007 erstmals an das CERN entsandt. Von dort berichtete sie über die amerikanische Beteiligung am europäischen Kernforschungszentrum und fungierte als Verbindungsfrau zu den US-Medien. In dieser Zeit betreute sie auch die US LHC website, die regelmässig Auskunft über die durch das US Department of Energy’s Office of Science und die National Science Foundation unterstützten Arbeiten amerikanischer Wissenschaftler am LHC berichtet. Ab Frühjahr 2008 heuerte McAlpine bei der ATLAS Collaboration an und betreute zwei Jahre lang deren e-News-Auftritt. Ab dem Frühjahr 2010 begann sie ein Engagement für den New Scientist in Grossbritannien. Neben diesem Standbein baute McAlpine ihre Karriere als freie Wissenschaftsjournalisten und Rapperin aus.
McAlpine verkörpert eine neue Generation professioneller Wissenschaftsjournalisten, die ihren Schwerpunkt nicht mehr in den Printmedien setzen, sondern die ganzen Potentiale der vernetzten Webkommunikation ausreizen. In der Umsetzung ihrer Projekte war der „Large Hadron Rap“ keine Laune, sondern System. Der „science rap“ hat für die talentierte junge Amerikanerin das Potential als ernstzunehmendes Format der Wissenschaftskommunikation. Als der „Large Hadron Rap“ im Sommer 2008 Furore machte, reichte der Aufschlag zwar nicht für eine Nominierung zum Eurovision Song Contest, aber es hagelte Berichte und Interviews in der Presse. Dabei hatte „alpinekat“ bereits 2007 mit dem „N3UROCH!P Rap“ ihren ersten science rap clip veröffentlicht. Der spielte 2007 vor dem „Einstein Memorial“ der National Academies of Sciences in Washington, DC. Im Anschluss an den viral clip „Large Hadron Rap“ produzierte McAlpine als erste Auftragsarbeit den „Rare Isotope Rap“ für die Facility for Rare Isotope Beams (FRIB). Anlässlich dieses events veröffentlichten das National Superconducting Cyclotron Laboratory und die National Science Foundation ein Video-Interview, das einen tiefen Einblick in die faszinierende Welt der Kate McAlpine bietet.





Als vorerst letzte Produktion entstand Ende 2009 der „Black Hole Rap“. Diese vier bekanntesten clips sind auf dem YouTube-channel von „alpinekat“ online. Stand Dezember verzeichnet der „Large Hadron Rap“, der bereits in vielen anderen Sprachen lokalisiert wurde, über 6 Millionen Aufrufe. Ihr Erstling „N3UROCH!P Rap“ bringt es auf etwa 100.000 Hits. Es folgen der „Rare Isotope Rap“ und der „Black Hole Rap“ mit ca. 60.000 und knapp 34.000 Aufrufen.

Der Black Hole Rap ist für McAlpine auch ein ganz persönliches Anliegen. Im einem Interview mit dem österreichischen Magazin „Wiener“ setzt die Wissenschaftlerin und Journalistin ein klares Signal gegen den Hype des Weltuntergangskatastrophismus.

The project started back when there was a lot of talk about black holes, a lot of fear (and fear-mongering), but it met with so much difficulty that it came out much later than initially anticipated. If people aren’t freaking out about black holes, that’s alright by me. But if the hype starts up again, the rap is there to explain why there’s nothing to worry about.

Just a note on the black holes — I put in the last verse of the black hole rap after talking to a physicist who took it rather personally that so many believed that he and his colleagues would put the planet in danger. Sometimes, I think there is this perceived disconnect, like scientists who do very technical work aren’t like ordinary people. It’s a “mad scientist” they imagine destroying the world for the sake of an experiment. And of course there are eccentrics, but most of these physicists have friends, spouses or partners, children — they’re as invested in their lives as they are in their work. They wouldn’t do something that would actually put the planet at risk.

Les Horribles Cernettes (LHC), 1992

Les Horribles Cernettes (LHC), 1992

Die Raps von „alpinekat“ sind nicht die erste künstlerische Performance, die das CERN auf seinen Seiten verbucht. Ein oft vergessener Klassiker sind die „Les Horribles Cernettes“ (LHC), „the one and only High Energy Rock Band“, die 1990 von CERN-Mitarbeiterinnen um Silvano de Gennaro gegründet wurde.
Das Bild der „Les Horribles Cernettes“ von 1992 war das erste, das über das am CERN entwickelte „WorldWideWeb“ verbreitet wurde. Mit dem weltweit ersten interaktiven Pop Video setzten die „Cernettes“ einen weiteren Meilenstein im w^3. Wissensvermittlung, Unterhaltung und state of the art Wissenschaft haben am CERN eine lange Tradition. Von „mad scientists“ keine Spur!

  • Diskutiere über „alpinekat“, ihre science raps und die Wissenschaftskommunikation auch im Forum Alpha Centauri!

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3 Kommentare | Kommentar schreiben
 
  1. #1 | galileo2609 | 21. Juli 2012, 21:45

    „Les Horribles Cernettes“ geben heute auf dem diesjährigen „CERN Hardronic Festival“ ihr „Goodbye CERN“ Konzert. Für die legendäre Band wird das ihr letzter Auftritt sein. Jetzt im Livestream: „The mythical yearly event that gets physcists dancing, singing, headbanging and shaking Higgs bosons out of their bones.“

    Grüsse galileo2609

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