Skip to content

RelativKritisch Selektion

20. Mai 11

Gravity Probe B – Ende gut, alles gut?

von Redaktion

Am Mittwoch, dem 4. Mai 2011 war es soweit. Die Ergebnisse von Gravity Probe B, dem bislang ehrgeizigsten Weltraumexperiment zur Überprüfung der Allgemeinen Relativitätstheorie Albert Einsteins, wurden bekannt gegeben. Sie waren bereits für den Sommer 2006 angekündigt worden. Doch unerwartete Störeffekte beeinflussten die Messungen so nachhaltig, dass die Datenanalyse und –auswertung fünf Jahre länger als geplant dauerte. Der Erfolg hat hier einen herausragenden Namen: Dr. Francis Everitt.

mehr...

Top Aktuell

23. Nov 11

„Tag der Weltmaschine“ – 23.11.2011

von Redaktion
ALICE at LHC

Zum zweiten Jahrestag der ersten Proton-Proton-Kollisionen im Large Hadron Collider (LHC) feiern Forschungsinstitute in mehreren deutschen Städten am 23. November 2011 erneut den „Tag der Weltmaschine“. Mit einer Reihe von mehrtägigen Veranstaltungen suchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das öffentliche Gespräch rund um die aktuelle Forschung am CERN.

Logo

Der LHC schnurrt seit seiner letztlich erfolgreichen Inbetriebnahme deutlich besser, als in den besten Prognosen des Managements angenommen. Der Teilchenbeschleuniger reiht sich mit seiner soliden und beeindruckenden Arbeit mühelos in die technologischen Meisterleistungen moderner Projekte der Grundlagenforschung ein, die beinahe regelmässig ihre am Limit formulierten Zielvereinbarungen nach oben offen reissen. Die gigantische „Weltmaschine“ bei Genf hat auch in diesem Jahr mehr Daten produziert als geplant. Am 30. Oktober ging der LHC planmässig aus dem Proton-Proton-Modus und wurde auf einen weiteren Betrieb mit Blei-Ionen vorbereitet.

Dieses Jahr sind aber auch Kollisionen von Blei-Ionen mit Protonen in zwei dafür reservierten Zeiträumen vorgesehen. Sollten diese Versuche erfolgreich sein, könnten sie den LHC auf ein neues Forschungsfeld führen: Protonen könnten dann an dem Beschleuniger als Sonden, den inneren Aufbau der viel massiveren Blei-Ionen erkunden und so Erkenntnisse bringen, die ein besseres Verständnis der frühen Phase des Universums erlauben. Dafür werden am Cern aus Blei-Ionen-Kollisionen Quark-Gluon-Plasmen erzeugt, die den Urzustand des Universums simulieren sollen. Um so ein Plasma richtig zu verstehen wollen die Forscher aber auch dessen Bestandteile, die Blei-Ionen, besser kennen. Dazu dienen die Proton-Blei-Ion-Zusammenstöße.

mehr…

27. Okt 11

Hypothesen, die niemand braucht (2) – Norbert Derksen

von Redaktion
Norbert Derksen 2010

Dipl.-Ing. Norbert Derksen aus Konstanz am Bodensee beschäftigt sich seit seiner Schulzeit mit der Speziellen Relativitätstheorie Einsteins. 1983 war er dann nach hunderten Seiten eigener Berechnungen zur Erkenntnis gelangt, dass Einsteins Theorie falsch sein muss. Ihre mathematische Grundlage, die Lorentz-Transformation sei nicht „transitiv“. Diese widersprüchliche Hypothese Derksens war Grund genug, dass der Südkurier, die größte Regionalzeitung der Region Konstanz, 1983 einen Artikel über Norbert Derksen publizierte: „Ein Mann glaubt nicht an Einsteins Formel“. Seither hat Derksen hauptsächlich in unzähligen Leserbriefen an deutschsprachige Zeitungen seine Hypothese verkündet. Für den Nachweis, dass die Lorentz-Transformation doch „transitiv“ sei, hat er sogar eine Belohnung von 10.000 Euro ausgeschrieben. Wenig überraschend stellt sich Derksens Hypothese als völliger Unsinn heraus. mehr…

19. Okt 11

Gilad Shalit – 18.10.2011

von Redaktion
מדינת ישראל

„Willkommen daheim, Gilad. Wir haben lange auf dich gewartet.“

Gilad Shalit, 18.10.2011

Gilad Shalit, 18.10.2011


mehr…

9. Okt 11

Lesetipp: Der Tod, Steve Jobs und die Alternativmedizin bei „Kritisch gedacht“

von Redaktion
Carl Spitzweg, Der Bücherwurm, um 1850

Steve Jobs, der Gründer, die Seele und Messias von Apple Inc., ist am 5. Oktober 2011 verstorben. Da es eher selten ist, dass dem Ableben eines Unternehmers solche mediale und öffentliche Aufmerksamkeit gewidmet wird, muss Steve Jobs ein besonderer Mann gewesen sein. Das war er auch. mehr…

3. Okt 11

Tevatron – Shutdown!

von Redaktion
Fermilab’s grid computing. Credit: Reidar Hahn, Fermilab

Am Freitag, den 30. September 2011 wurden am amerikanischen Teilchenbeschleuniger Tevatron, der vom Fermi National Accelerator Laboratory („Fermilab“) mit einer Laufzeit von gut einem Vierteljahrhundert betrieben wurde, die Injektionen von Protonen und Antiprotonen in den Beschleunigerring für immer abgebrochen. Bereits am 10. Januar 2011 war das endgültige „Aus“ für den Tevatron angekündigt worden. Der jahrzehntelang dominierende Hadronenbeschleuniger wurde durch die Konkurrenz in Genf, den Large Hadron Collider (LHC), in der Auslegung übertroffen und damit obsolet. Obwohl die Projektwissenschaftler am Tevatron in den zurückliegenden Monaten noch einmal enorm Gas gegeben hatten, um an ihre wissenschaftshistorisch einmaligen Leistungen (u. a. der Nachweis des Top Quark 1995) anzuschliessen, waren die Bemühungen um eine noch weitere Finanzierung nicht mehr vermittelbar und letztlich erfolglos. Auch wenn noch nicht alle Datensammlungen ausgewertet sind, erschöpften sich die Teams am Tevatron zuletzt in Ankündigungen eher fragwürdiger Ergebnisse. mehr…