RelativKritisch Selektion
Gravity Probe B – Ende gut, alles gut?
Am Mittwoch, dem 4. Mai 2011 war es soweit. Die Ergebnisse von Gravity Probe B, dem bislang ehrgeizigsten Weltraumexperiment zur Überprüfung der Allgemeinen Relativitätstheorie Albert Einsteins, wurden bekannt gegeben. Sie waren bereits für den Sommer 2006 angekündigt worden. Doch unerwartete Störeffekte beeinflussten die Messungen so nachhaltig, dass die Datenanalyse und –auswertung fünf Jahre länger als geplant dauerte. Der Erfolg hat hier einen herausragenden Namen: Dr. Francis Everitt.
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„Tag der Weltmaschine“ – 23.11.2011
Zum zweiten Jahrestag der ersten Proton-Proton-Kollisionen im Large Hadron Collider (LHC) feiern Forschungsinstitute in mehreren deutschen Städten am 23. November 2011 erneut den „Tag der Weltmaschine“. Mit einer Reihe von mehrtägigen Veranstaltungen suchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das öffentliche Gespräch rund um die aktuelle Forschung am CERN.
Dieses Jahr sind aber auch Kollisionen von Blei-Ionen mit Protonen in zwei dafür reservierten Zeiträumen vorgesehen. Sollten diese Versuche erfolgreich sein, könnten sie den LHC auf ein neues Forschungsfeld führen: Protonen könnten dann an dem Beschleuniger als Sonden, den inneren Aufbau der viel massiveren Blei-Ionen erkunden und so Erkenntnisse bringen, die ein besseres Verständnis der frühen Phase des Universums erlauben. Dafür werden am Cern aus Blei-Ionen-Kollisionen Quark-Gluon-Plasmen erzeugt, die den Urzustand des Universums simulieren sollen. Um so ein Plasma richtig zu verstehen wollen die Forscher aber auch dessen Bestandteile, die Blei-Ionen, besser kennen. Dazu dienen die Proton-Blei-Ion-Zusammenstöße.
Gilad Shalit – 18.10.2011
Steve Jobs, der Gründer, die Seele und Messias von Apple Inc., ist am 5. Oktober 2011 verstorben. Da es eher selten ist, dass dem Ableben eines Unternehmers solche mediale und öffentliche Aufmerksamkeit gewidmet wird, muss Steve Jobs ein besonderer Mann gewesen sein. Das war er auch. mehr…
Tevatron – Shutdown!
Am Freitag, den 30. September 2011 wurden am amerikanischen Teilchenbeschleuniger Tevatron, der vom Fermi National Accelerator Laboratory („Fermilab“) mit einer Laufzeit von gut einem Vierteljahrhundert betrieben wurde, die Injektionen von Protonen und Antiprotonen in den Beschleunigerring für immer abgebrochen. Bereits am 10. Januar 2011 war das endgültige „Aus“ für den Tevatron angekündigt worden. Der jahrzehntelang dominierende Hadronenbeschleuniger wurde durch die Konkurrenz in Genf, den Large Hadron Collider (LHC), in der Auslegung übertroffen und damit obsolet. Obwohl die Projektwissenschaftler am Tevatron in den zurückliegenden Monaten noch einmal enorm Gas gegeben hatten, um an ihre wissenschaftshistorisch einmaligen Leistungen (u. a. der Nachweis des Top Quark 1995) anzuschliessen, waren die Bemühungen um eine noch weitere Finanzierung nicht mehr vermittelbar und letztlich erfolglos. Auch wenn noch nicht alle Datensammlungen ausgewertet sind, erschöpften sich die Teams am Tevatron zuletzt in Ankündigungen eher fragwürdiger Ergebnisse. mehr…













