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Gimme five! – Das „Goldene Brett“ 2015

von Redaktion am 27. September 2015

Das „Goldene Brett vorm Kopf“, die Negativauszeichnung für den „erstaunlichsten pseudowissenschaftlichen Unfug des Jahres“ der Gesellschaft für kritisches Denken (GkD)[1] geht heuer mit einem kleinen Jubiläum, der fünften Verleihung in Folge, an die kritische Öffentlichkeit. Die Nominierung auf der bewährten „Suche nach den größten Verschwörungen, den absurdesten pseudowissenschaftlichen Theorien, den kuriosesten pseudomedizinischen Behandlungs-Alternativen“ ist seit wenigen Tagen ausgeschrieben. Die österreichische Dependance im Verbund der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP)[2] wird die begehrten Trophäen in den preiswürdigen Kategorien am Mittwoch, 21. Oktober 2015 feierlich in den Räumen der ehrwürdigen „Urania“ in Wien[3] überreichen.

Das „Goldene Brett vorm Kopf“ - Verleihung 2015

Das „Goldene Brett vorm Kopf“ – Verleihung 2015

Dieses Jahr gönnt das Team des „Goldenen Bretts“ sich und seinen Unterstützern einen etwas entspannteren Zeitablauf. Bis einschliesslich 9. Oktober können die einschlägigen Nomierungen auf der Webpräsenz der Organisatoren[4] eingereicht werden. Bei der Benennung der Kandidatinnen und Kandidaten sind auch dieses Jahr strenge Kriterien zu beachten, die für potentielle Träger des Preises für Absurdes erfüllt sein sollten. Diese orientieren sich verbindlich an dem Grad der Abwegigkeit und der Kritikresistenz, dem gesellschaftlichen Impact aufgrund des ökonomischen Potenzials der angebotenen Produkte, Ideen und Ideologien, der bereits erreichten oder beabsichtigten Vernetzung mit anderen gleichgesinnten Einzelakteuren oder bekannten Institutionen, der physischen Gefährdung oder Kontaminierung sozialer Normen und des durch diese aufgespannten gesellschaftlichen Zusammenhalts sowie dem Täuschungs- und Verschleierungsgrad aufgrund der unzutreffenden Behauptung von Wissenschaftlichkeit.[5] Für die sachliche Begründung einer Bewerbung kommender Preisträgerinnen oder Preisträger sind diese anspruchsvollen Kriterien mit einem Einsatz von maximal 160 Zeichen abzuarbeiten, eine weitere sinnvolle Qualitätssicherung, die ernsthafte und nachvollziehbare Angebote von rein emotional inspirierten Lamentos zu trennen vermag.[6]

Das weitere Procedere ist bekannt. Sobald die Deadline für die Nominierungen[7] erreicht ist, wird eine hochkarätig besetzte, vielköpfige Jury[8] die Preisträgerinnen und Preisträger für das „Goldene Brett“ 2015 kompetent auswählen. Der ab 2012 vergebene Sonderpreis für ein ganzheitlich absurdes „Lebenswerk“GKD: [9][10] wird vorab nichtöffentlich innerhalb der GWUP ausgedeutet.

„Urania“ in Wien

„Urania“ in Wien

Die öffentlichen Laudationes und Preisverleihungen werden am 21. Oktober in der „Urania“ zu Wien präsentiert. Die Veranstaltung wird dem skeptischen Publikum auch in diesem Jahr ab etwa 20 Uhr voraussichtlich eintrittsfrei zugänglich sein. Dieses erwartet selbstverständlich angemessene und überzeugende Preisreden. Dieser anspruchsvollen Herausforderung sollen sich nach aktuellem Stand offenbar Kurt Kotrschal (Verhaltensforscher)[11], Caroline Snijders (Skeptikerin, Mentorin)[12] und Boris Lemmer (Physiker, Science Slammer, Autor)[13] stellen. Für das ergänzende kulturelle Unterhaltungsprogramm ist dieses Jahr der bekannte deutsche Komiker, Schauspieler und Moderator Bernhard Hoëcker zuständig.[14]

RelativKritisch ist einmal mehr neugierig, welche einschlägig begründeten Nominierungen 2015 ausgewählt, prämiert und, wie in den letzten Jahren, in Bild und Ton dokumentiert werden. Nach den Erfahrungen mit diesem an sich anspruchsvollen Debunker-Event, erwarten und hoffen wir zudem, dass sich die entspanntere Planung des diesjährigen „Goldenen Bretts“ auch in einer professionalisierten Vorstellung niederschlägt. Leider haben sich das Organisationsteam der GkD und ihre Laudatoren in der Regel auf dem letzten Meter doch unnötig selbst ausgebremst, indem sie die mediale Performance der Preisträger deutlich unterschritten hatten. Das kleine Jubiläum und neue Mitwirkende könnten diesen Eindruck am 21. Oktober überzeugend korrigieren.

Den Pressespiegel zum diesjährigen Event gibt es wie immer auf der Webpräsenz von das „Goldene Brett vorm Kopf“[15], aktuelle Informationen auch auf der facebook-Seite[16] sowie auf dem twitter-Account[17] des Projekts, bei Ulrich Berger auf seinem Blog in den scienceblogs.de[18] oder im Blog der GWUP[19].

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6 Kommentare | Kommentar schreiben
 
  1. #1 | Redaktion | 7. Oktober 2015, 23:29

    Am Freitag ist Deadline! Wer jetzt noch Kandidatinnen und Kandidaten für das „Goldene Brett“ 2015 nominieren will, sollte unbedingt auf die Kriterien achten.

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  2. #2 | Redaktion | 11. Oktober 2015, 00:15

    Die Nominierungsphase ist abgeschlossen und die Kandidatinnen und Kandidaten für das „Goldene Brett vorm Kopf“ 2015 sind an- und ausgezählt.

    Das „Goldene Brett vorm Kopf“ – Nominierungen 2015

    Das „Goldene Brett vorm Kopf“ – Nominierungen 2015

    Die abschliessende Auswahl der Finalistinnen und Finalisten obliegt nun der Jury. Wer beim feierlichen Akt am 21. Oktober in der Urania ausgezeichnet werden wird, will das Team des „Goldenen Bretts“ am kommenden Mittwoch offenbaren.

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  3. #3 | Noblinski | 14. Oktober 2015, 18:19

    Als totaler Fan von Perpedua mobiles bin ich natürlich von der Unverfrorenheit des Gaja-Vereins begeistert. Nebenher habe ich festgestellt, dass dieser Dr. Hollerbach mit seinen Skalarwellen nicht dabei ist. Ja, und ich selber habe es auch nicht geschafft, meine eigene Maschine vorzustellen. Die Zeit ist einfach noch nicht reif dafür.

    Dilletantische Grüße!

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  4. #4 | Redaktion | 14. Oktober 2015, 23:44

    Die Jury hat entschieden, die Finalisten für die Verleihung des „Goldenen Bretts“ 2015 sind gekürt. Die künftigen Preisträger stammen aus Deutschland, den USA und Österreich! Aus den wieder um die 250 Nominierungen im Rennen um die geschätzte Trophäe haben sich die folgenden Kandidatinnen und Kandidaten durchgesetzt:

    • Jim Humble im Wesentlichen für die Vermarktung seiner Quacksalberei mit dem Miracle Mineral Supplement (MMS)
    • Stefan Lanka, als Pseudowissenschaftler, Verschwörungstheoretiker und Leugner von Infektionskrankeiten etc. und Vermarkter dieser Ansichten.
    • Susanne Winter, Abgeordnete zum österreichischen Nationalrat und Umweltsprecherin der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ). Nicht nur als Anhängerin esoterischer Ideengebilde und als Leugnerin des Klimawandels, sondern hoffentlich auch mit dem Schwerpunkt als rassistische Einpeitscherin des in Parteistrukturen und im politischen System der Alpenrepublik institutionalisierten Strache-Mobs.

    Wer aber wird das „Goldene Brett“, die Haupttrophäe sein eigen nennen können? Und welches „Lebenswerk“ wird prämiert werden? Die Laudationes und Preisverleihungen am 21. Oktober in der „Urania“ zu Wien werden erneut eine echte Herausforderung werden! Über die aktuellen Ereignisse bis zum Finale berichten die Organisatoren in dichter Folge auf ihrem facebook-Auftritt und über twitter. Stay tuned!

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  5. #5 | Redaktion | 20. Oktober 2015, 17:11

    Morgen ist es soweit! Die Verleihung des „Goldenen Bretts“ 2015 in der „Urania“ zu Wien. RelativKritisch wünscht dem Team und den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern eine spannende und gelungene Veranstaltung!

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  6. #6 | Redaktion | 25. Oktober 2015, 11:40

    Als diesjähriger Preisträger des „Goldenen Bretts vorm Kopf“ hat sich Stefan Lanka durchgesetzt. Zweifellos eine berechtigte Entscheidung. Mit dem Negativpreis für das „Lebenswerk“ von Matthias Rath, vorgetragen durch dessen prominenten Kenner Ben Goldacre, gelang der Jury ein kritischer und notwendiger Fingerzeig auf das fürchterliche Todeswerk dieses deutschen Alternativmediziners und Irrationalisten.

    Die Veranstaltung vom 21. Oktober ist als Aufzeichnung auf dem YouTube-Channel des „Goldenen Bretts“ abgelegt und nachsehbar.

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